Rift im Test – Neuer Stern am Fantasy MMORPG Himmel oder World of Warcraft Kopie

Posted on Jun 17 2011 - 5:49pm by Tarnum

Mit diesem Spiel hat sich Trion Worlds auf dem MMORPG Markt etabliert. Bevor die ersten Gerüchte über ihr Spiel herauskamen wusste niemand, wer oder was Trion Worlds überhaupt ist. Auch kurze Zeit nach Erscheinen des Spiels gab es Schwierigkeiten auf den Suchmaschinen überhaupt den Begriff Trion zu finden. Doch die Zeiten haben sich geändert und sie sind immer mehr am kommen.

Was ist RIFT überhaupt? Ich gliedere es zweifelsfrei eindeutig in die Kategorie Standard Fantasy MMORPG ein. Es hat alle Elemente, die man sich in diesem Genre vorstellt. Doch bevor ich jetzt einzelne Elemente aufzähle werde ich schön der Reihe nach vor gehen.Von der Charaktererstellung bis hin zu dem Endgame. Alles basiert natürlich auf meiner persönlichen Erfahrung.

Erwerben des Spiels

Das Spiel ist, wie es heutzutage üblich ist, in allen Variationen erhältlich:

  • RIFT Box Version Standard
  • RIFT Box Version Collector’s Edition
  • RIFT digitaler Download Standard
  • RIFT digitaler Download Collector’s Edition
  • RIFT Testaccount für 7 Tage
  • RIFT GameTime Cards (30Tage/60Tage)

Ich kann euch natürlich nicht sagen, was besser ist, da jeder andere Interessen hat. Empfehlen kann man in solchen Fällen immer den Testaccount. Da man hier keinerlei Verpflichtungen eingeht. 7 Tage einfach testen und wenn es einem gefällt, dann eine der anderen Versionen bestellen/downloaden und weitermachen. Wobei der Charakter vom Testaccount nicht verloren geht. Man kann einfach den Code der anderen Versionen eingeben.

Man muss natürlich erwähnen, dass RIFT ein P2P (Pay to Play) Spiel ist. Das heißt nach Erwerb kriegt man im Normalfall einen kostenlosen Monat und danach muss man je nach Abo Wahl einen gewissen Betrag monatlich zahlen für den Support, Server, Updates, neue Spielinhalte …

Es gibt hierbei verschiedene Zahlungsmethoden, wie Paypal, Kreditkarte, Gametime Cards aus denen man auswählen kann.

Charaktererstellung

Hat man nun das Spiel auf seinem Rechner. Richtet man seine Account Daten ein, lädt die Updates herunter und wählt den Server auf dem man spielen will. Empfehlen kann ich nur Server mit hoher Population, das garantiert auch Spaß im Endgame. Und natürlich den eigenen Vorlieben entsprechend egal ob PvE, PvP, Rollenspielserver, …

Nach der Wahl kommen wir nun auf den Charakterbildschirm und erstellen uns einen Charakter. Hier haben wir die Wahl zwischen Wächter und Skeptiker, die wiederum in drei Rassen unterteilt sind.

Wächter:

  • Mathosianer (Menschen)
  • Elfen
  • Zwerge

Skeptiker:

  • Eth (Menschen)
  • Kelari (Elfen)
  • Bahmi (Hünen)

Man kann hier die Wahl getrost nach Aussehen oder Rollenspiel Aspekt treffen, da die Besonderheiten der Rassen kaum oder nur sehr geringen Einfluss auf das Spiel selber haben. Danach wählen wir eine unserer vier Klassen:

  • Krieger
  • Kleriker
  • Magier
  • Schurke

Diese sind im Spiel wiederum selber in jeweils acht Unterklassen plus eine PvP Spezialisierung unterteilt. Hat man seine Wahl getroffen kann man nun das Aussehen formen, welches im Vergleich zu den meisten anderen Spielen eine beträchtliche Menge bietet.

Wichtig zu erwähnen ist, dass man auf dem gleichen Server auch gleichzeitig verschiedene Fraktionen spielen kann.

Die ersten Schritte

Wir beginnen das Spiel mit einem Intro, welches je nach Wahl die andere Seite als bösen Buben hinstellt. Wobei in keinster Weise ersichtlich wird, auch später im Spiel, wer nun wirklich der Schuldige ist. Es gibt nur ein Start Gebiet je Fraktion, in denen wir unsere ersten Schritte lernen. Kaum im Spiel sehen wir auch schon unseren ersten Questgeber, der uns zum nächsten schickt, damit wir unsere erste Seele auswählen, mit der wir in den Kampf ziehen. Ich empfehle hier auch alle Texte durch zu lesen um mehr über das Spiel und auch die einzelnen Klassen heraus zu finden. Man schließt hier natürlich Standard Quests ab, wie töte und bringe und aktiviere. Alles auf einer soliden Basis. Vielleicht ist es auch nur für mich Standard, da nach über 10 Jahren Erfahrung in diesem Genre nichts neues auf einen zukommen kann.

Das Anfangsgebiet bringt einen, wenn man nichts auslässt auf Stufe6 und man kann getrost sagen, von der Steuerung her wird sich nicht mehr viel ändern. Am Ende kommt man erneut in den Genuss eines Videos, welches erneut durch die Fraktion bestimmt wird.

Nun kommt man auch schon auf der Hauptkarte an und es gibt keine Zeit zum verschnaufen, auch hier lernt man neue Sachen, vor allem das Handwerk, welches aber nicht allzu viel Bedeutung im Spiel gewinnt. Beim Stufenaufstieg unterstützt es jedoch sehr gut, da man sich eigene Ausrüstung zusammenstellen kann, die mit den Quest-Belohnungen gleichzusetzen sind.

Risse

Die Risse sind die Besonderheit an RIFT (englisch Riss). Diese stellen eine willkommene Abwechslung zum normalen Leveln dar. Es ist nicht schwer einen zu erkennen, da man bei den richtigen Grafikeinstellungen dieser Naturgewalten schon auf Horizontreichweite sehen kann. Ich empfehle auch jedem zumindest einmal einen Riss bei der Entstehung mit höchster Grafikstufe zu sehen. Den sogar jemand wie ich, der kaum etwas mit Grafik am Hut hat, war beeindruckt. Allgemein sollte man die Atmosphäre, die einem die Risse bieten auch genießen.

Diese sind Abnormalitäten im Gleichgewicht der Natur und es kann sechs verschiedene Rissarten geben:

  • Feuer
  • Erde
  • Luft
  • Wasser
  • Tod
  • Leben

Die in den Monsterarten und auch im Schwierigkeitsgrad variieren.

Hinzu kommen verschiedene Events (englisch Ereignisse) die von Zeit zu Zeit starten, je nach Population in der jeweiligen Zone. Die wiederum globale Quests starten. Viele Risse einer Art öffnen sich, Patrouillen und Endgegner, die in Zusammenarbeit mit anderen Spielern gemeistert werden müssen.

Nimmt man von Anfang an an solchen Events teil verschafft das einem viel Fraktionsbonus, Erfahrung und Planarit, welches zum Kauf von verschiedenen Gegenständen oder auch Fähigkeiten genutzt werden kann.

Die ersten Instanzen

Hat man sich nun bis ca. Stufe 15 hoch gekämpft kann man sich in die erste Instanz wagen. Diese sind für eine Gruppe von fünf Spielern gedacht, die man entweder im globalen Chat sucht und diese direkt betritt oder über das ‚Dungeonfinder‘ Menü und man direkt hinein teleportiert wird.Wenn man sich ein wenig mit seiner Klasse auskennt, ist die erste Ini (Abk. Instanz) für jedermann mit Leichtigkeit machbar. Das Flair der Instanzen ist immer stark der Zone angepasst in der man sich aufhält und in der man diese entdeckt.

Danach wird es schwerer, je nach Spezialisierung wird die Auswahl weiterer Gruppenmitglieder getroffen. Ein muss sind immer ein Tank und ein Heiler. Wobei man hier empfehlen kann, dass sich jede Klasse mit jeder seiner Seelen befassen sollte, denn man weiß nie, wann etwas gebraucht wird.

Die Seelen

Alle vier Klassen sind in acht normale und eine PvP Seele unterteilt. Man kann bis zu drei Seelen untereinander kombinieren. Im späteren Spielverlauf können weitere Rollen hinzu gekauft werden, diese ermöglichen es einem jeweils drei weitere Seelenkombinationen zusammen zu stellen. Dies könnte z.B. beim Kleriker bedeuten er schaltet zwei weitere Rollen frei und stellt sich somit einen Tank, einen Heiler und einen DD zusammen und kann sich immer jeder Situation anpassen.

Hier eine kurze Auflistung der Klassen und was man mit ihnen machen kann:

  • Krieger

– Tank

– DD

– Support

  • Magier

– DD

– Heiler

– Support

  • Schurke

– DD

– Support

– Tank

  • Kleriker

– Tank

– DD

– Support

– Heiler

Die Qual oder die Freude des Aufsteigens

Dadurch dass man hier die Wahl hat, ob man durch Quests, Instanzen oder durch Risse Erfahrung gewinnen will, wird es eigentlich nicht langweilig. Im Gegenteil wenn man von allem etwas macht, hat man nach erreichen der maximalen Stufe immer noch einiges an Quests offen. Egal für was man sich entscheidet, man verpasst nichts, denn allem begegnet man im Endgame immer und immer wieder. Ob man es sich zur Qual oder zur Freude macht, hängt also vollkommen vom Einzelnen ab.

Lvl50 was jetzt?

Hier beginnt ein neues Spiel mit dem Inhalt den man bereits kennt. Was macht man, wo setzt man an? Meine Empfehlung, konzentriert euch auf eine Sache und zieht erst einmal diese bis zu einem gewissen Grad durch. Wie z.B. das Handwerk, maximiert es. Jagt Risse, bis ihr genug Planarit für eure gewünschte Ausrüstung habt. Nehmt an Zonen Events teil.

Oder springt von einer Instanz in die andere um eure Ausrüstung zu verbessern. Wobei hier alte Instanzen in höherem Schwierigkeitsgrad bestritten werden können. Dies hat zur Folge, dass mehr Boss Kämpfe freigeschaltet werden und man zusätzlichen Inhalt in den Instanzen zu sehen bekommt.

Es gibt zwar viel alt bekanntes und doch wieder neues.

Raids was noch?

Es gibt im Augenblick zwei große Raids (20Mann) Instanzen, die den Standard Spieler viel Zeit und auch Nerven kosten werden. Doch einen Blick sind sie alle mal wert.

Auch die kleine 10Mann Instanz ist sehr schön gestaltet und hält gewisse Zeit beschäftigt.

Doch wer hier nach etwas neuem sucht, sucht vergebens. Endgame besteht darin den Charakter durch Gegenstände zu verbessern, was mit sehr viel Zeit in Verbindung steht. Die Frage ist nur wie man sich diese einteilt. Im Schnitt sollte man sich mindestens drei Stunden freihalten, wenn man in eine gehen will.

Die Schwierigkeit heutzutage liegt darin, dass die Spieldesigner es allen recht machen wollen, vom Gelegenheitsspieler bis hin zum Hardcore Spieler, was allein von der Logik her ein Paradox ist.

PvP

Wenn man nicht gerade auf einem PvP-Server spielt, dann hat man nicht viel Auswahl, es gibt genau 4 Kriegsfronten an denen man teilnehmen kann, denen jeweils verschiedene Grundmodi vorliegen. Die erste Kriegsfront Erfahrung kann man mit Stufe 10 machen. Man drücke einfach die Taste ‚K‘ und Reihe sich in die Warteschlange ein. Nach kurzer Zeit öffnet sich die Front und man kann gegen die gleiche Anzahl an Gegnern kämpfen, die von der Kriegsfront bestimmt werden.

Wenn man unter Stufe 50 ist, bringen einem die Begegnungen Gunst, die man von Zeit zu Zeit gegen Ausrüstung eintauschen kann. Mit 50 kommt noch zusätzlich Prestige dazu, welches den Bekanntheitsgrad wieder spiegelt. Hier gibt es sechs Ränge und bestimmt somit auch die Macht der Ausrüstung die man sich mit Gunst kaufen kann.

 

http://eu.riftgame.com/de/

Entwickler: Trion Worlds

Veröffentlichung: Trion Worlds

Plattform: PC/Windows

Bestellmöglichkeiten: Amazon.de

 

Fazit: Müsste ich einen Vergleich zu WoW liefern, würde ich sagen: ist das gleiche, nur dass RIFT schon von Anfang an mehr bietet, als Blizzard es gemacht hatte. Bleibt nur die Frage ob man auf Comic Grafik steht oder auf realistischere. Eins ist sicher Trion hat für mich gezeigt, dass sie einiges auf dem Kasten haben, vor allem wenn man sieht wie schnell sie Änderungen und Updates auf den Markt bringen. Da ich selber allerdings eher PvP Spieler bin, hat RIFT im Moment nichts, was mich daran binden kann.

 

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Tobias Paxian