Die Fledermaus schlägt wieder zu – Batman Arkham Origins im Test

Posted on Okt 29 2013 - 5:25pm by Flo

Jeder der das Ende von Batman Arkham City gesehen hatte, dachte wohl das gleiche: „WAS!? Das haben sie nicht gerade gemacht, Fortsetzung jetzt!!!“

Doch diesen Gefallen tut uns Warner Brothers nicht. Stattdessen gaben sie uns ein Prequel, welcher einige Jahre vor den Ereignissen in Arkham Asylum spielt. Spätestens seit Star Wars darf man skeptisch sein, was Prequels etc. angeht und als besonderes Extra kommt Arkham Origins nicht mehr Rocksteady Studios entwickelt. Ob das neuste Abenteuer dennoch ein gelungenes Spiel geworden ist, oder es gar an das geniale Arkham City heranreichen kann, lest ihr hier.

 

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Wie bereits angedeutet, handelt es sich bei Arkham Origins um die Vorgeschichte der beiden anderen Arkham Teile, wir haben es daher mit einem jüngeren und deutlich unerfahreneren Batman zu tun. Handlungstechnisch kämpft sich die Fledermaus durch die friedliche Jahreszeit der Liebe. Ausgerechnet an Weihnachten hat ein Gangsterboss namens Black Mask 50. Millionen US-Dollar auf den Kopf von Batman ausgesetzt. Schlimmer als die ganzen „gewöhnlichen“ Verbrecher sind die, durch die enorme Belohnung angelockten Super Assassinen, welche selbst für Batman eine ernstzunehmende Gefahr darstellen.

 

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Insgesamt trachten Batman an Weihnachten acht dieser gefährlichen Kopfgeldjäger nach dem Leben und dann erscheint zu allem Überfluss auch noch irgend so ein bunter Clown auf der Bildfläche, der das ohnehin schon lebensbedrohliche Konstrukt völlig aus den Fugen reist. Anders als in Arkham Asylum oder Arkham City bekommt die Fledermaus in Arkham Origins einen deutlich größeren Spielplatz. Arkham Origins lässt euch sowohl in Gotham, als auch in der bekannten Szenerie des zukünftigen Arkham Citiy Straflagers umherflattern.

 

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Etwas enttäuschend ist es jedoch, dass die buntgeschmückten Straßen von Gotham ausgerechnet am Weihnachtsabend komplett leer bleiben, die Entwickler helfen sich damit, dass die Polizei ausgerechnet für diesen Tag eine Ausgangssperre verhängt hat. Jedoch würden die bunten Straßen deutlich harmonischer und stimmungsvoller aussehen, würden die Bewohner Gothams hektisch von Geschäft zu Geschäft eilen.

 

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Stattdessen tummeln sich wieder nur Verbrecher auf den Straßen, wobei das stimmt nicht ganz, zusätzlich zu den üblichen Ganoven kommen nun auch korrupte Polizisten dazu. Vielleicht noch hervorzuheben, in Arkham Origins sind Batman und die Polizei alles andere als Verbündete, die Cops möchten die Fledermaus ebenso gerne beseitigen, wie die Bosse der Unterwelt.

 

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Gameplaytechnisch hat sich nicht viel geändert, was auch nicht weiter schlimm ist, vor allem das Free-Flow Kampfsystem wirkt auch bei seinem dritten Auftritt noch beeindruckend. Was im direkten Vergleich zum Vorgänger auffällt ist die Tatsache, dass es in der Stadt verteilt, deutlich weniger Grapple-Punkte gibt, als noch im Vorgänger. Ansonsten spielt sich alles wie gehabt, Batman springt von Wasserspeier zu Wasserspeier und schaltet einen Gangster nach dem anderen aus. Die Bosskämpfe sind besonders auf der höheren Schwierigkeitsstufe extrem fordernd gestaltet und genial inszeniert.

 

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Ebenfalls richtig gut gemacht ist die Tatsache, dass der dunkele Rächer im Minutentakt neue Gadgets bekommt, viele dieser Gegenstände sind komplett neu in Arkham Origins und sorgen somit für Abwechslung im Batgürtel. Neben der neuen Ausrüstung erhält Batman auch Erfahrungspunkte, welche er gegen eine stärkere Rüstung, neue Kampfmoves usw. umtauschen kann. Wiederum eine Neuerung ist der erweiterte Detective Modus, welcher euch nun ganze Verbrechen in CSI-Manier nachstellen lässt.

 

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Grafisch basiert Arkham Origins auf derselben Engine wie der Vorgänger, was aus dem Spiel keine Schönheit macht, es aber auch weit davon entfernt als hässliches Entlein zu gelten. Der Sound und vor allem die Vertonung sind abermals genial und tragen maßgeblich zur Stimmung bei. Was man in Sachen Stimmung in Arkham Origins auch unbedingt noch erwähnen sollte, sind die deutlich aufgehübschten Zwischensequenzen.

Summa Summarum ist Arkham Origins ein gelungenes Prequel, welches sowohl mit Bekannten als auch mit Neuerungen zu überzeugen weiß. Aufgrund von einigen Performance Schwächen und den Komplett ausgestorbenen Straßen Gothams reicht Arkham Origins aber nicht wirklich an den absolut genialen Vorgänger Batman Arkham City heran. Das Spiel ist aber dennoch für jeden Fledermaus- und Adventurefan vorbehaltslos zu empfehlen.

 

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Tobias Paxian