Der Schwarm ist zurück – StarCraft II Heart of the Swarm im Test

Posted on Mrz 22 2013 - 9:38am by Flo

Kerrigan ist zurück und wie. Nach den Ereignissen aus StarCraft II Wings of Liberty ist der Zerg Schwarm Führerlos, doch Kerrigan macht sich daran die Kontrolle über ihre Zerg Armee wieder zu erlangen, ob Heart of the Swarm eine Gelungene Erweiterung oder doch eher ein nötiges Übel für den Multiplayer ist, lest ihr hier.

Heart of the Swarm kommt als Addon für StarCraft II Wings of Liberty, es ist kein Stand Alone Titel, ihr benötigt die Vollversion um die Invasion des Schwarms spielen zu können. Das Addon kostet den stolzen Preis von 39,99€. Etwas viel für ein Addon, doch bei Heart of the Swarm kann man eigentlich nicht von einem Addon sprechen, besonders nicht in der Zeit von Micro-Transaktionen und DLCs. Heart of the Swarm bringt einige Neuerungen für den Multiplayer und vor allem eine neue Kampagne.

 

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In Wings of Liberty standen die terranischen Truppen des Rebellen Jim Raynor im Mittelpunkt, im neuen Addon wird der Fokus auf die schleimige Brut der Zerg gelegt und das Chaos was die Königin der Klingen hinterlassen hat. Im Laufe der Kampagne gewinnt Kerrigan die Kontrolle über ihre Zerg Armee zurück und arbeitet daran sich am Imperator des terranischen Dominons, Arcturus Mengsk zu rächen. Die Kampagne ist mit 20 Missionen etwas kürzer, als die Kampagne des Vorgängers, jedoch bietet die Kampagne in diesen 20 Missionen alles was das Spielerherz begehrt.

 

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Die Kampagne von StarCraft II Heart of the Swarm ist momentan einfach das Maß, an dem sich andere Singleplayer Modi von Echtzeitstrategiespielen messen müssen. Typisch für Blizzard ist die Kampagne genial inszeniert und kann mit stimmungsvollen Zwischensequenzen aufwarten. Da Heart of the Swarm aber nur der Zweite Teil einer Trilogie ist, endet die Kampagne in media res. Dies tut dem gelungenen Singleplayer, aber keinen Abbruch. Technisch hat sich auf den Ersten Blick nicht so viel getan.

 

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Die Grafik ist eigentlich gleichgeblieben, jedoch hat Blizzard die Grafik Engine aufgebohrt um noch mehr rauszuholen und das ist auch wirklich nötig den der Schwarm flutet euren Bildschirm quasi mit Einheiten, nicht selten könnt ihr den Boden nicht mehr erkennen weil überall auf der Karte Zerglinge auf ihre Feinde zustürmen. Soundtechnisch spielt StarCraft II Heart of the Swarm wie es von einem AAA Titel zu erwarten ist ganz oben mit, vor allem die deutsche Synchro kann sich sehen lassen. Doch lassen wir das Singleplayer und Technik Blabla mal beiseite. Das Herz von StarCraft ist und bleibt der Multiplayer.

 

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Mit StarCraft II etablierte Blizzard ein Spiel, dass von Millionen gespielt und gelebt wird. Heart of the Swarm soll nun den gelungenen Multiplayer weiter perfektionieren. Jedes der drei Völker erhält neue Einheiten und teilweise auch neue Fähigkeiten. Fangen wir mit den Terranern an, das Volk bei dem sich am wenigsten ändert. Die Terraner bekommen eine komplett neue Unit die sogenannte Widow-Mine. Diese Mine ist vor allem im Early Game bei einem aggressiven Zerg Spieler Gold Wert.

 

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Die Mine gräbt sich ein und vernichtet feindliche Einheiten sobald sie ihren Radius betreten, im Gegensatz zur Beta Version zerstört sich die Mine jedoch nicht selbst, sie verschießt ein Projektil, welches nach einem Cooldown wieder zur Verfügung steht. Die Zweite Neuerung für die Terraner ist das Battle-Helion. Der Jeep mit dem Flammenwerfer, kann sich jetzt in einen widerstandsfähigeren Kampfroboter umbauen. Zu gut der Letzt erhält der Thor noch eine neue Anti Air Kanone. Damit wären die „großen Changes“ für die Terraner aber auch schon abgehandelt. Die Protoss bekommen deutlich mehr büßen aber auch ihr Mutterschiff ein.

 

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Das Mutterschiff wird durch den Mutterschiffkern ersetzt. Dieser Kern ist eine mobile Supporteinheit und kann in euerer Basis als Defensiveinheit euren Nexus kurzzeitig zur Waffe umformen. Die zweite Neue Einheit ist das Oracle. Dieses fliegende Einheit hat das permanente Stören und Zerstören der feindlichen Economy zum Ziel. Die dritte neue Einheit ist der Tempest. Diese Einheit ist die neue Luftabwehr Einheit der Protoss. Der Tempest verursacht Splashdamage und macht somit kurzen Prozess mit Mutalisken und anderen leichten Lufteinheiten.

 

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Die Zerg, denen auch dieses Addon gewidmet wurde profitieren am meisten vom neuen Update. Zuerst erhalten sie mit dem Swarmhost ein Gegnstück zum Belagerungspanzer. Diese Einheit spawnt sobald sie eingegraben ist unendlich viele Loci (und das kostenlos). Die Zweite neue Einheit ist die Viper, diese Einheit ist besonders Hilfreich um den Feind aus einer vorteilhaften Position zu ziehen oder den Gegner temporär kampfunfähig zu machen, Support eben.

 

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Alles in allem ist Heart of the Swarm ein rund um gelungenes Addon. Ich kann die SCII Reihe jedem Echtzeitstrategie-Fan ans Herz legen. Top Singleplayer, Top Multiplayer und auch in Sachen Custom Games bringt die Community quasi täglich was neues zur Welt. Es ist lediglich zu hoffen, dass es Blizzard diesmal schafft den dritten Teil der Sage etwas zeitnähre zu platzieren. Denn mit The Legacy of the Void, dem dritten und finalen Addon endet die StarCraft Saga (vorerst).

 

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Tobias Paxian

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