Lasst die Reifen quietschen – Need for Speed Most Wanted im Test

Posted on Nov 12 2012 - 12:30pm by Flo

Nach dem Disaster namens Need for Speed The Run, besinnt sich EA anscheinend wieder auf frühere Erfolge und versucht mit dem Remake von Need For Speed Most Wanted zurück in die Erfolgsspur zu gelangen. Ob das ganze geglückt ist, oder ob auch das neue Need for Speed Most Wanted auch zum wegrennen ist, lest ihr hier.

EA macht aus alt neu, dieses System hat schon bei Hot Pursuit gut geklappt und wohl auch deswegen gibt es jetzt ein Remake von Most Wanted. Need for Speed Most Wanted bietet eine komplett befahrbare Spielwelt und auch das Autosystem ist neu. Ihr müsst nun keine Autos mehr kaufen, die Luxuskarossen stehen einfach so in der Spielwelt herum. Ob das ganze jetzt Diebstahl ist, oder ob die Autos nur für euch hier stehen ist nicht bekannt.

 

 

Es gibt für jedes Auto verschiedene Rennen, daher seid ihr gezwungen euer Auto zu wechseln. Dies ist gut und schlecht, es sorgt für Abwechslung, doch durch die ständigen Autowechsel entsteht leider kein Identifikationsgefühl mit eurem Auto. Auch verzichtet EA auf optisches Tuning, durch gewonnene Rennen könnt ihr die Leistung eurer Karre tunen, die Optik leider nicht. Lediglich an manchen Reparaturstationen könnt ihr die Lackfarbe ändern, soviel zum Feintuning. Auch die Kameraperspektiven lassen zu wünschen übrig, es gibt lediglich die normale Außensicht und eine Stoßstangen Kamera, hier wäre mehr drin gewesen.

 

 

Im Spiel an sich gibt es ein Ziel, Erster zu werden auf der sogenannten Blacklist. Die Blacklist ist eine Liste der meistgesuchten Raser der Stadt. Doch bevor ihr einen Raser nach dem anderen abfertigt, müsst ihr euch erstmal ihren Respekt verdienen. Habt ihr die Raser besiegt, steigt ihr nicht nur in der Liste, sondern sackt auch ihren Wagen ein. Doch neben den anderen Rasern habt ich auch einiges mit den Bullen zu tun. Die Polizei verfolgt euch sobald sie euch beim rasen erwischt und dann sind sie extrem schwer wieder loszuwerden. Doch das wahre Need for Speed Erlebnis startet im Multiplayer.

 

 

Ihr könnt euch hier in den absurdesten Challenges mit euren Freunden messen. Besonders gelungen ist die Sprungchallenge oder das Feature, dass ausgeschiedene oder bereits fertige Fahrer noch Extrapunkte einsacken können, indem sie noch fahrende Kontrahenten ausschalten. Die Steuerung ist simpel gehalten und funktioniert wie bei Need for Speed gewohnt gut. Der Sound des Spiels ist genial, alle Wagen haben einen eigenen Sound und unterscheiden sich somit deutlich. Alles vom Schaltgeräusch bis hin zum Crash hört sich realistisch an und wirkt glaubhaft.

Auch grafisch weiß Need for Speed Most Wanted zu glänzen, auch wenn es diesmal ohne Frostbyte Engine läuft. Die Entwickler von Criterion Games haben ihre eigene Engine mitgebracht und die läuft. Die Wagen, die Umgebung und das Spiel von Licht und Schatten gehören zu den schönsten die wir bis dato auf der Rennstrecke sehen durften.

 

 

Alles in allem ist Need for Speed Most Wanted ein gelungenes Remake und mal wieder ein gutes Need for Speed, dass NfS The Run hoffentlich sehr schnell in der Versenkung verschwinden lässt. Optik, Sound und vor allem der Multiplayer Modus gehören zu den großen Pluspunkten von Need for Speed the Run. Das fehlende Individualtuning und die wenigen Kameraperspektiven gehören zu den Minuspunkten. Summa Summarum weiß Need for Speed Most Wanted jedoch zu überzeugen. Für alle die ein neues Rennspiel suchen, ist Most Wanted auf jeden Fall einen Blick wert.

 

 

Tobias Paxian