Die Indie-Ecke, heute: King Arthur’s Gold

Posted on Nov 25 2011 - 7:20pm by Erzengel

Auf der Suche nach dem nächsten Mincraft stellen wie euch an dieser Stelle jede Woche ein neues Spiel abseits des Mainstreams vor. Heute sehen wir uns King Arthur’s Gold an.

Wer das Spiel zum ersten mal sieht, fühlt sich wohl unweigerlich an den anderen Indie-Sandbox-Buddel-Zombie-Hit Terraria erinnert. Anders als das bekannte Indie-Sandbox-Buddel-Zombie-Spiel Minecraft spielt Terraria in zwei statt in drei Dimensionen und hat so einen Hauch von einem Terrarium für Ameisen – daher auch der Name. Wo aber Terraria vor allem auf PvE-Content setzt, ist der Hauptaugenmerk bei King Arthur’s Gold der Kampf Spieler gegen Spieler. Zwei Teams, Rot und Blau, stehen einander in einem unerbittlichen Krieg gegenüber. Eine Begründung für diesen Krieg gibt es nicht, aber seien wir ehrlich: Seit wann kümmert das irgendjemanden?

 

 

Wie der Titel schon andeutet, haben sich die Macher dabei von den klassischen Kriegen des Mittelalters inspirieren lassen. Im Kampf geht es mit Schwert und Schild, Pfeil und Bogen und Katapulten zur Sache. Entsprechend gibt es auch drei Klassen, deren Aufgabengebiete praktisch selbsterklärend sind: Ritter, Bogenschützen und Baumeister. Neben ihren offensichtlichen Fähigkeiten hat jede der drei Klassen allerdings auch einige Spezialfähigkeiten – Ritter können mit ihrem Schild Verbündete hochheben, Bogenschützen können Mauern erklimmen, indem sie über ihre Pfeile klettern, Baumeister haben ein ganzes Arsenal an Fallen zur Auswahl. Diese Fähigkeiten sind auch notwendig, schließlich geht es wie im Mittelalter vor allem darum, die von den Baumeistern errichtete Burg des Gegners einzunehmen – oder es eben zu verhindern.

An dieser Stelle kommt der Sandbox-Aspekt des Spieles zur Geltung. Ähnlich wie bei Minecraft und Terraria gilt es, Ressourcen abzubauen und aus ihnen Gebäude zu errichten. Anders als bei jenen Spielen allerdings müssen sich diese Gebäude nicht nur gegen die relative simple KI der diversen Monster behaupten, die durch die Nacht schlurfen, sondern auch gegen die meist etwas höhere Intelligenz des anderen Teams.

Der Ansatz der Macher ist simpel – Burg bauen, Burg verteidigen, gegnerische Burg einnehmen. Umso genialer daher die gewählte Umsetzung. Wer also eigentlich immer schonmal in Terraria die mit viel Liebe gebauten Häuser der Mitspieler in Schutt und Asche legen wollte, oder wem die Stronghold-Reihe zwar von Setting her zusagte, aber vom Gameplay zu langsam war, sollte sich King Arthur’s Gold unbedingt einmal näher ansehen.

Im Moment befindet sich King Arthur’s Gold noch in der Alpha-Phase. Was die Finanzierung angeht, folgt das Spiel dem Vorbild Minecraft: Wer die Alpha-Version kauft, bekommt alle nachfolgenden Versionen umsonst. Wer das Spiel erst später kauft, muss mehr zahlen. Daneben gibt es auch eine kostenlose Testversion mit eingeschränkten Features. Bekommen tut ihr beide hier.

Tobias Paxian