Battlefield 3 im Test – Hält der Kriegssimulationsshooter was er versprochen hat ?

Posted on Nov 5 2011 - 12:41pm by Flo

Da wir bereits ein Review zur Beta gemacht haben, wird es nun höchste Zeit auch das Hauptspiel unter die Lupe zu nehmen. Battlefield 3 ist mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit, neben Skyrim das am meisten erwartete Spiel 2011 gewesen, ob Battlefield 3 den hohen Erwartungen gerecht werden konnte lest ihr hier.

Die Battlefield Reihe steht seit je her für herausragende Egoshooter und der neuste Teil der Serie soll den Spieler abermals vom Stuhl blasen. Fangen wir erstmal beim offensichtlichsten an. Was man sieht und hört. Die Grafik von Battlefield 3 spielt einfach in einer eigenen Liga. Auch wenn das Spiel auf meinem Rechner nicht auf Ultra, sondern nur auf Hoch läuft sieht einfach alles in Battlefield genial aus, seien es Bäume, das Wasser, Gebäude oder natürlich ganz besonders Explosionen oder andere Special Effekts. Die Grafik von Battlefield sucht einfach seines gleichen. Etwas nervig ist die Tatsache, dass man die Grafik Ingame einstellen muss, hier hat jedoch die Community für Abhilfe gesorgt, mit dem Tool „Battlefield 3 Config Utility“ kann man die wichtigen Optionen auch bequem vom Desktop einstellen.

 

 

Neben dem was man sieht ist vor allem auch der Sound eines Shooters extrem wichtig. Battlefield 3 überzeugt auch hier auf ganzer Linie, wer über ein 5.1 System oder höher verfügt und sehr tolerante Nachbarn hat sollte sich einmal das Vergnügen gönnen, sich in seinen Sessel drücken zu lassen und das Soundsystem voll aufzudrehen. Dennoch ist der Sound noch nicht frei von Fehlern, bei manchen Usern gibt es partiell im Online Modus keinen Sound, aber auch dieser Bug sollte bald behoben sein. Von der Optik und Akustik geht’s nun weiter zum Gameplay. Die Frostbite 2 Engine steht für totale Zerstörung, so gut wie alles in Battlefield kann dem Erdboden gleichgemacht werden, so kommt es im Online Modus auch gerne mal vor, dass man sich eines ganzen Hauses durch Helikopter- / Panzerbeschuss oder Sprengladungen entledigt nur um einen Scharfschützen um seine Deckung zu bringen. Doch nicht nur im Multiplayer überzeugt die Engine auch im Singleplayer sorgt die Engine für ein geniales Spielgefühl. Für einen Shooter liegt der Focus ja fast immer auch dem Multiplayer, so ist das natürlich auch bei Battlefield 3, deshalb gerät die Kampagne etwas ins Hintertreffen. Böse Zungen behaupten sogar, dass sich Dice bei dem Singleplayer ein „paar“ Ideen bei CoD Black Ops geholt haben soll. Parallelen  existieren auf jeden Fall, Protagonist wird befragt um Welt zu retten usw. Nicht weiter wichtig, der dennoch gut durchdachte und spannend erzählte Singleplayer ist etwas Neues für die Reihe (PC Versionen) und bietet eine willkommene Abwechslung zum Multiplayer.

 

 

Eine weitere schöne Ablenkung ist der Co-op Modus. Vor allem, da man 7 Waffen nur durch Co-op Punkte freischalten kann. Etwas ärgerlich ist der Fakt, dass es keine Speicher Punkte gibt und man bei seinem Ableben noch mal von vorn beginnen darf, da einem der Mitspieler aber wiederbeleben kann und alle zwei Meter eine Munitionsbox rum steht ist auch der Co-op lösbar, Mehr als das er macht einfach unglaublich viel Spaß. Es gibt 6 unterschiedlich gestaltete Missionen, die alles bieten vom Helikopter fliegen, über Scharfschützen Missionen, bis hin zu guten alten „schieß dir den Weg frei“ Missionen. Nun jedoch zum Prunkstück der Reihe, dem Multiplayer. Battlefield steht seit je her für gigantische Multiplayer schlachten zu Lande zu Wasser und in der Luft. Der Kampf im Wasser wurde bei Bf3 vernachlässigt, dafür überzeugen die anderen zwei Schlachtfelder um so mehr. Mit allerlei Gerät wie dem M1A1 Abrahams, dem T90, Schützenpanzern, Jeeps und Buggies jagt man übers Schlachtfeld und versucht die Missionsziele zu erfüllen.

 

 

Stets bedroht wird man dabei aus der Luft, denn Helikopter und Jets machen nur zu gern kurzen Prozess mit ungeschützten Fahrzeugen oder einsamen Infanteristen. Jedoch müssen auch die Helden der Luft aufpassen, da prinzipiell jeder Engineer eine Flugabwehr Rakete im Gepäck haben kann, die jedem Flieger ohne Gegenmaßnahmen (welche erst frei gespielt werden müssen) vom Himmel holen können und oft auch werden. Doch nicht nur der Krieg mit den Vehikeln macht großen Spaß auch der Close Combat Mann gegen Mann bringt dank, der schier unendlichen Waffenausrüstungsmöglichkeiten viel Spaß und auch Frust mit sich. Das Lieblingsgadget vieler Spieler ist die Taschenlampe oder das Tactical Flashlight. Wer schon mal im dunklen direkt in eine Taschenlampe geschaut hat, wird sich genervt daran erinnern wenn er Bf3 spielt, denn wer von einem Flashlight im schlecht beleuchteten Raum geblendet wird, der sieht nichts mehr und zieht im 1vs1 öfters mal den kürzeren.

 

 

Im allgemeinen gibt es in Battlefield 3 vier verschiedene Klassen: Den Assault (Medic) der nun die Rolle des Sannis mit übernimmt, den Engineer dessen Leidenschaft Fahrzeuge aller Art sind, den Support der den Truppen Munition gibt und sie mit reichlich Maschinengewehr- und Mörserfeuer unterstützt und am Ende bleibt noch der Sniper, der neben seinem Scharfschützengewehr auch noch mobile Spawnpunkte für das Team setzen kann. Die vier Klassen verfügen alle über Individuelle Arbeitstechniken, sowie stärken und Schwächen, laut einer Umfrage auf dem Spielebrowser Battlelog bevorzugen 37 % den Medic, 29 Prozent den Engineer, 18 % den Sniper und lediglich 16 % den Support. Die Spielen doch alle nur Medic weil es am meisten Punkte gibt, Spaß beiseite alle Vier Klassen werden benötigt um das Team zum Sieg zu führen.

Doch was gibt es eigentlich zu Spielen? Battlefield verwöhnt den Spieler mit 5 Spielmodi unter anderem mit dem Battlefield Klassiker Conquest (Flaggen erobern und halten), sowie Team Deathmatch. Neben den beiden gibt es noch den aus BC2 bekannten Rush Modus, in dem man Comlink Stationen ausschalten bzw. verteidigen muss. Die restlichen zwei Modi sind Squad basierte Varianten von Rush und Deathmatch. Gekämpft wird in Battlefield auf einem 9 Karten umfassenden Schlachtfeld. Die Karten sind liebevoll gestaltet und bieten viel Abwechslung so wird z.B. in der Wüste genauso gekämpft wie in der französischen Hauptstadt Paris.

 

 

Summa Summarum ist zu sagen, dass die Entwickler von Battlefield 3 nicht daneben gegriffen, sondern die Battlefield Serie würdevoll fortgesetzt und auf ein neues Level gehoben haben. Auch wenn es im Spiel immer noch einige Bugs und Server Probleme gibt, kann man getrost sagen, Battlefield 3 ist dem Hype gerecht geworden und zählt verdientermaßen zu einem der besten Spiele 2011. Für mich persönlich ist Battlefield 3 ein Meilenstein im Shooter Genre und Ich werde sicherlich noch viele weitere Stunden auf dem virtuellen Schlachtfeld verbringen. Also worauf warten sie? Bewegen sie sich in den Truppentransporter und los geht’s an die Front, Soldat!

 

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Tobias Paxian