Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad – Multiplayer Beta Review

Posted on Sep 7 2011 - 11:59am by Flo

Seit dem 31. August gibt Tripwire Entertaiment allen, die die über Steam die Digital Deluxe Edition gekauft haben die Möglichkeit an der letzen Phase der Beta teilzunehmen. Genau das habe ich getan. Also Los folgt mir in die Schlacht um Stalingrad.

Ich habe im August bereits ein Preview zu Red Orchestra 2 geschrieben und nun komme ich zu meinen Eindrücken aus der Multiplayer Beta. In Heroes of Stalingrad kämpft die Rote Armee verbissen um den Vorstoß der deutschen Wehrmacht zum erliegen zu bringen.

 

 

Man könnte bei dem Namen „Heroes“ of Stalingrad einen etwas faden Beigeschmack bekommen, wegen nationalistischer Propaganda oder ähnlichem. Diese böse Vorahnung ist jedoch komplett unbegründet, das Spiel ist komplett unpolitisch und sehr ungewöhnlich für einen Kriegsshooter. Jeder der Shooter spielt um möglichst viele Frags zu erziehlen ohne Rücksicht auf Verluste, der wird schnell ernüchtert aufwachen. In Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad steht das Team an oberster Stelle, wer nicht mit dem Team spielt ist dem Untergang geweiht. Ziel ist es abhänig vom Spielmodus verschiedene Positionen zu erobern und zu halten. Heroes of Stalingrad gibt einem schnell ein Gefühl dafür wie wichtig Deckung und vorsichtige Bewegungen sind. Denn durch den enormen Realismus heißt es meist One Shot – One Kill. Wer länger Red Orchestra 2 spielt, der wird feststellen, dass in seinem Kopf nicht mehr die Frage: „Wie mache ich den nächsten Kill“ vorherrscht, sondern vielmehr die panische Hoffnung: „Wie überlebe ich das hier nur.“ In Red Orchestra 2 gehört das Sterben einfach dazu, eine Runde komplett zu überleben ist nahezu unmöglich, denn irgendwo ist immer ein Feind, sei es in Form von einem MG-Schützen oder einem Scharfschützen oder man fällt gar den eigenen Truppen im Kugelhagel zum Opfer.

Bisher konnte man 6 Karten in der Beta anspielen. Die Karten zeigten schon viele Features des Games, unter anderem wurde mit Gumrak eine Reine Panzerschlacht Karte gezeigt. Der Panzerkampf ist in Red Orchestra ein besonderes Highlight, da man den Panzer von innen als Teil der Besatzung sieht und nicht aus der Third Person Ansicht.

 

 

Die anderen Karten zwingen dem Spieler meist einen erbarmungslosen Häußerkampf auf. Da es in Red Orchestra kein Fadenkreuz oder ähnliches gibt heißt es Kimme und Korn um den Gegner zu treffen, doch meist hat man dafür keine Zeit und feuert Gut Glück einfach aus der Hüfte.

 

 

Das Spiel ist hektisch und zu gleich sehr behutsam, ein Vorrücken auf offenem Gelände ist nur möglich, wenn das Gebiet durch Rauchgranaten unkenntlich gemacht worden ist, denn feindliche MGs warten nur auf eine Gruppe Soldaten die über die Straße huschen wollen. Jedes Team hat diverse Klassen zur Verfügung. Es gibt die im Shooter Genre typischen Klassen wie Scharfschütze, Sturmtruppe, MG Schütze und Schütze, neben diesen klassischen Rollen gibt es den Gruppenführer und den Kommandanten. Besonders hervorzuheben ist die Rolle des Kommandanten, der die Möglichkeit hat Artillerieunterstützung und anderes anzufordern. Dieser Offizier unterscheidet sich auch Ingame von dem Rest der Truppe und bietet sich als Zielscheibe besonders an, denn wer den feindlichen Offizier tötet, der ist zumindest für eine gewisse Zeit vor feindlicher Artillerie oder Aufklärungsflugzeugen sicher.

Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad bietet eine komplett neue Multiplayer Shooter Erfahrung. Durch den hohen Realismusgrad und das überlebensnotwendige Teamwork haben Einzelkämpfer keine Chance. Auch wenn die Beta noch lange nicht perfekt ist und es immer noch zu Abstürzen kommt und gelegentlich einige Bugs die Spieler frustrieren, so ist doch darüber hinwegzusehen, da der Spielspaß bereits jetzt in der Beta Phase unheimliche Ausmaßen annimmt.

 

Mein Fazit zu der Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad Beta ist ein durchweg positives. Die Karten sind abwechslungsreich und liebevoll gestalten, gekämpft wird im Sommer und im Winter, zu Fuß oder im Panzer. Heroes of Stalingrad bietet eine willkommene Abwechslung zu dem Shooter Einerlei alla Call of Duty oder Medal of Honor. Auch wenn das Spiel nicht wirklich Einsteiger freundlich ist, wer einmal in die Welt von Red Orchestra eingetaucht ist, dem geht es wie dem Opa aus dem Red Orchestra Trailer. Ich bin begeistert vom Multiplayer und freue mich auf das Release des Hauptspiels am 13. September. Denn dann kann ich auch im Singleplayer die Schlacht um Stalingrad schlagen. Ich habe es in der Preview bereits angedeutet und ich wiederhole mich gern, für mich ist Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad einer der Geheimtipps 2011.

 

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Tobias Paxian