Kennt ihr noch?: Throne of Darkness

Posted on Aug 13 2011 - 4:10pm by Marc Surlemont

Wir kennen sie doch alle, diese total abgedrehten Japano-RPGs aller Final Fantasy. Die Japanischen Rollenspiele sind sehr von der Japanischen Popkultur geprägt. Für viele Spieler ist das zu “abgedreht“ und zu bunt als dass sie etwas damit anfangen könnten.

Für diese Spieler könnte Throne of Darkness die perfekte Alternative sein, denn Throne of Darkness entführt euch nicht in eine bunte Animewelt sondern in ein sowohl ernstes  wie blutiges Zeitalter geprägt von der blutigen Geschichte Japans.

 

Die sieben Samurai

In Throne of Darkness kämpft ihr als 7 köpfige Kriegertruppe auf Seiten der Burg Mori, Oda, Tokugawa oder Toytomi gegen eine finstere Dämonenbrut die droht das Land Yamatu (eine mittelalterliche Version Japans) zu zerstören. Ihr beginnt das Spiel im Schreinraum eurer Burg, der sich unter dem Dach des höchsten Turms befindet. Von dort schickt der Daimyo (so etwas wie der König) eurer Burg euch aus das Land von den bösen Dämonen zu befreien die es Belagern. Dafür müsst ihr euch aber zunächst einmal von der Spitze der Burg bis zum Tor durchkämpfen, denn auch eure Burg wird von den Mächten der Finsternis angegriffen. Zu Beginn des Spiels stehen euch nur drei der sieben Krieger zur Verfügung. Darunter der Anführer, der Brick und der Bogenschütze. Während ihr euch mit ihnen einen blutigen Weg durch die Burg schlagt begegnen euch vier weitere Krieger, die ihr für eure Truppe rekrutiert: Der Schwertkämpfer, der Ninja, der Zauberer und der Berserker. Alle sieben Kämpfer gehören wie ihre Namen schon vermuten lassen, unterschiedlichen Charakterklassen an:

  • Der Berserker ist ein offensiv geskillter Krieger, der entweder mit sowohl mit zwei Schwertern als auch mit einem Speer kämpfen kann und viel Lebensenergie besitzt.
  • Der Schwertkämpfer ist ebenfalls offensiv geskillter Krieger, der durch sein perfektes Gleichgewicht zwischen Stärke und Geschicklichkeit, mit zwei Schwertern viele Treffer austeilen kann, aber durch seine Geschicklichkeit auch mit Pfeil und Bogen nicht ungeschickt ist.
  • Der Zauberer ist auf die Elementarzauber geskillter Magier, der seinen Gegner aus der Ferne tödliche Feuer-, Wasser-, Erd- oder Eisattacken entgegen schleudern kann. Der Zauber ist zudem die am schwierigsten zu skillende Klasse, da er statt viel Lebensenergie eine Menge Ki-Energie (Mana) besitzt und nur die Grundkenntnisse des Nah- und Fernkampfs besitzt. Dafür kann er mit seinen Zaubern viel Schaden verursachen.
  • Der Ninja ist ein auf Wurfwaffen und Elementarmagie geskillter Fernkämpfer, der seine Gegner aus der Ferne mit Shuriken (Wurfsternen) oder Elementarangriffen wie Feuerstößen attackiert. Da der Ninja eine Mischklasse zwischen Zauberer und Bogenschütze ist macht nur die Kombination aus Magie und Fernkampf die Kampfstärke des Ninjas aus.
  • Der Brick ist ein defensiv geskillter Krieger, der mit einer Keule und dicker Rüstung in den Kampf zieht und viel Lebensenergie besitzt. (Der Brick hat seine Keule nur wenn man ihm einen Speer als Waffe gibt.)
  • Der Bogenschütze ist wie der Name schon sagt, ein auf Fernkampf geskillter Bogenschütze, der durch seine hohe Geschicklichkeit, Gegner mit Pfeil und Bogen aus der Ferne attackiert. Für den Nahkampf ist er durch seine niedrige Lebensenergie nur sekundär geeignet.
  • Und der Anführer, er ist der Charismatischste von allen und erhält bei Schmied und bei Priester hohe Rabatte. Außerdem ist der Anführer nicht auf eine Kampftaktik geskillt, sondern er ist vielmehr eine Mischung aus allen 6 Charakterklassen und kann daher ganz Individuell geskillt werden.

Das Schwierigste an Throne of Darkness ist, dass ihr nicht alle sieben Samurai gleichzeitig steuern könnt, sondern immer nur vier zur Verfügung habt während die anderen 3 im Schreinraum auf ihren Einsatz warten. Deshalb müsst ihr die Charaktere immer gleichmäßig abwechseln, wenn ihr sie optimal hochleveln wollt.

 

Die 5 Burgen

Wie schon erwähnt kämpft ihr auf der Seite einer der vier wählbaren Burgen gegen die Dämonenbrut. Um das Land Yamato von dem Bösen zu befreien müsst ihr euch durch jede der insgesamt 5 Burgen kämpfen. Jede Burg hat einen eigenen Schreinraum zudem ihr euch durchkämpfen müsst (bis auf eure eigene Burg, die habt ihr zu Beginn des Spiels ja schon geräumt). Zwischen den Burgen durchquert ihr allerhand Dörfer deren Dorfbewohner ihr vor der Dämonenbrut retten müsst und ihr müsst viele Wälder durchqueren in denen es nur so von Monstern wimmelt. Das Gameplay erinnert dabei stark an das von Diablo 2, was daran liegen mag dass einige der Entwickler von Throne of Darkness mit an dem ersten Teil von Diablo gearbeitet haben.

Der einzig sichere Ort in Yamato ist euer Schreinraum in den sich eure Krieger zurückziehen können, wenn sie stark verwundet wurden. Oder sie können dort auch vom Daimyo wiederbelebt werden, sollten sie einmal gestorben sein. Aber Obacht, wenn alle eure sieben Samurai gleichzeitig das Zeitliche gesegnet haben seid ihr Gameover. Euer Schreinraum kann euch auch nicht nur als Rückzugsort sondern auch als Lager dienen. Habt ihr z.B. eine Waffe gefunden die ihr später gebrauchen aber jetzt noch nicht verwenden könnt, weil euer Level noch zu gering ist, so ist es euch Möglich diese Waffe in eurem Schreinraum ab zu laden. Um auch aus großer Ferne wieder in euren Schreinraum zurückkehren zu können sind überall in Yamato Portale verteil, die ihr nur zu öffnen braucht und schon seid ihr wieder in eurem Schreinraum.

 

Eingesammelt Items müssen manchmal erst von eurem Priester identifiziert oder gereinigt werden. Dafür verlangt der gute Herr natürlich ein wenig Kleingeld für seine Bemühungen. Und als kleinen Nebenverdienst verkauft euch euer Priester auch alle möglichen Tränke und magische Ketten. Fallen euch auf eurem Kampf gegen das Böse zufällig ein paar Items zum verbessern eurer Waffen oder Rüstungen in die Hände fallen, so könnt ihr diese bei eurem Schmied auf eure Ausrüstung anwenden lassen, sodass ihr das Beste aus eurem Kriegswerkzeug rausholen könnt. habt ihr mal nicht das passende Kriegswerkzeug zur Verfügung könnt ihr euch welches von eurem Schmied anfertigen lassen. Dafür gebt ihr ihm ein paar alte Waffen und Rüstungen die ihr nicht mehr benötigt und er benutzt das Material als Rohstoff für neue und bessere Waffen. Natürlich verlangt auch der Schmied eine Vergütung für seine Bemühungen.

 

Fazit

Die Technik von Throne of Darkness ist zwar mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, dafür ist das Setting auch nach zehn Jahren immer noch eines der besten Settings das ich in meinem Leben gesehen habe. Und ich kann den Diablofans und itemsammelsüchtigen unter euch nur raten, mal zu gucken ob ihr das Spiel nicht auf irgendeiner Softwarepyramide erspähen könnt. Außerdem würde es mich freuen, wenn die Jenigen unter euch die sich noch an das Spiel erinnern können, ihre Meinungen und Erfahrungen zu Throne of Darkness unten in den Kommentarbereich schreiben würden.

 

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Throne of Darkness

Tobias Paxian

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