Alpha Polaris im Test: Point & Click Adventure im ewigen Eis

Posted on Jun 27 2011 - 8:38am by Marc Surlemont

Alpha Polaris wurde vom finnischen Entwicklerstudio Turmoil Games entwickelt und entführt den Spieler auf eine kleine Ölforschungsstation namens Alpha Polaris, die in mitten der arktischen Tundra Grönlands liegt.

Als einer der Stationsforscher in einer riesigen Gletscherspalte ein ertragreiches Ölvorkommen entdeckt, passieren plötzlich seltsame Dinge auf Alpha Polaris und schreckliche Alpträume plagen die vier Bewohner der Station. Um den mysteriösen Geschehnissen auf den Grund zu gehen, muss der Spieler sich in der Rolle des norwegischen Eisbärenforschers Rune Knudsen durch ein Spannend inszeniertes Point & Klick Adventure Rätseln. Und ich rate euch euer Oberstübchen vorher ordentlich auf Vordermann zu bringen, denn Alpha Polaris verlangt dem Spieler so einiges an Gripps ab.

Arktische Mysterien

In Alpha Polaris dreht sich alles um die 4 Forscher: Al, Tully, Nova und Rune, die einen uralten Stammesfluch auf sich gezogen haben. Ausgelöst wurde der Fluch durch den alten “Ölhaudegen“ Al. Er entdeckt eine riesige Gletscherspalte auf deren Grund ein enormes Ölvorkommen liegt. Beim genaueren Erforschen der Spalte, stößt Al auf eine Art Grabkammer und entfesselt so der uralten Fluch.

Der Protagonist Rune Knudsen hat mit der Suche nach Öl nicht viel am Hut, er versucht den Klimawandel auf zu halten und ist eigentlich nur auf Alpha Polaris um an eine Arbeit über Eisbären zu schreiben. So wird auch er von den schrecklichen Albträumen geplagt, welche der Fluch mit sich bringt und die gesamte Stationsbesatzung an den Rand des Wahnsinns treibt. Aber es sind nicht nur die Albträume die der Besatzung von Alpha Polaris zu schaffen machen. So langsam beginnen die Anderen sich seltsam zu verhalten. Deshalb macht Rune sich daran der Sache auf den Grund zu gehen. So spitzt sich die Story zu einem filmreifen Mysterie-Thriller zu, der dem Spieler auch so manchen schaurigen Moment zu bieten hat.

Drauf geklickt

Alpha Polaris ist ein Klassisches Point & Click Adventure. Was bedeutet dass der Spieler den Protagonist nicht aktiv Steuern kann, sondern lediglich auf den passenden Gegenstand zu klicken hat, sodass Rune Automatisch mit ihm interagiert. Das funktioniert auch vollkommen Problemlos. An keiner Stelle des Spiels versagt das einfache Prinzip der Steuerung mal.  Alpha Polaris ist bei weitem kein Grafikwunder, aber dafür läuft es ausgesprochen Flüssig und Fehlerfrei.

Erwähnenswert ist auch die Hotspotfunktion die dem Spieler als Hilfestellung geboten wird. Mit Druck auf die Leertaste erscheinen kleine kreisförmige Symbole auf allen relevanten Gegenständen, die einen Nutzen für euch haben könnten. So fühlt man sich in Alpha Polaris nie hilflos auf sich allein gestellt, sollte einem ein gesuchter Gegenstand mal unauffindbar erscheinen.

Habt ihr gefunden was ihr sucht, könnt ihr es in Runes praktischer Inventartasche verstauen. Dort steht euch dann immer alles zur Verfügung, was ihr für die Ergründung eines arktischen Mysteriums brauchen könntet. Darunter auch euer Allzweckwerkzeug dessen Anwendungsmöglichkeiten keine Grenzen kenne und das Notizbuch in dem Rune wichtige Information aufschreibt, die euch beim Lösen der Rätsel behilflich sein könnten.

Fazit

Auch wenn Alpha Polaris auf den ersten Blick etwas Unscheinbar wirken mag, ist es auf dem zweiten Blick doch ein sehr gutes Spiel. Zugegeben zu Beginn ließ mich Alpha Polaris selbst eher “kalt“. Wegen der ein wenig veralteten Grafik und faden Dialogvertonung war mein erster Eindruck eher mittelmäßig. Aber die gut funktionierende Steuerung und das innovative  Vorschlagsystem, bei dem ihr des Rätsels Lösung selber eingeben dürft, machten das schnell wieder wett. Und als die Story begann Spannung auf zu bauen und ich mich an ein, zwei Stellen sogar gegruselt hatte, war ich durchweg begeistert von Alpha Polaris.

Es ist zwar nicht das beste Spiel was momentan auf dem Markt ist und die Spieldauer würde für einen Rätselprofi wohl auch nur ein paar Stunden betragen. Doch dafür erscheint Alpha Polaris auch nicht als Vollpreistitel, ihr könnt es schon für rund 25€ bei Amazon erstehen. Wer ein Fan klassischer Point & Click Adventure ist und einer spannenden Mysteriestory aller Akte X etwas abgewinnen kann, darf hier beherzt zugreifen.

Aber auch diejenigen welche jetzt Interesse an dem Spiel gewonnen hat, sich aber nicht sicher sind ob sie mit einem Point & Click Adventure etwas anfangen können, sollten trotzdem mal einen Blick riskieren. Ich selbst bin eigentlich auch kein großer Fan von Point & Click Adventuren und habe Alpha Polaris zugegebenermaßen auch nur mit Komplettlösung durchspielen können, aber trotzdem hat das Spiel mich durch seine spannende Atmosphäre und gut durchdachten Rätsel überzeugt.

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Tobias Paxian